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A Bathroom for Evita

Ein Entwurf von think moto im Rahmen des Projektes "Stilikonen und Pioniere",
initiert von Kaldewei und dem Deutschen Designer Club (DDC).

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EIN BAD FÜR EVITA


Das Bad für Evita befindet sich in einem ehemaligen Tanzsaal in Buenos Aires (die Fotos, die der Collage zugrunde liegen zeigen tatsächlich einen Tanzsaal und Buenos Aires).

Das Bad für Evita muss in jeglicher Hinsicht offen sein. Es ist von uns als eine Schnittstelle konzipiert, als ein kommunikativer Raum, in dem das Private und das Öffentliche aufeinander treffen. Deshalb haben wir eine Fensterfront komplett durch eine große Glaswand ersetzt. Der Raum öffnet sich hier zur Stadt hin. Aus der Stadt steigen Nachrichten der Menschen aus den sozialen Medien auf, in diesem Fall Twitter-Meldungen zu Evita. Die Nachrichten erinnern an die handgeschriebenen Zettel mit Wünschen, die die Menschen Evita in der Oper zu warfen. Sie kommen bis in den Raum hinein, sie gehören zu ihr, das Interesse Evitas an den Menschen macht nicht Halt hinter der Scheibe. Sie hat ihr Schicksal immer mit dem der Menschen verbunden.

Die Oper, das Theater, die Bühne gehören zu Evita. Die Offenheit und Exponiertheit des Bades bedeuten auch, dass Evita gesehen wird: sie kann von der Höhe des Penthouses sprechen, sie kann sich an der Glasfront zeigen. Evita liebt den großen Auftritt, die Inszenierung, den Vorhang des Theaters, den wir nur andeuten.

Evita steht so über allem und man wird an die berühmte Situation erinnert als sie vom Balkon zum Volk spricht. Die Glasfront erlaubt Evita den Blick auf die Welt, wie sie es sich gewünscht hat: "Ich möchte mich über die Welt neigen, wie man sich über eine Sammlung Postkarten neigt".

Aber der Raum ist auch nach oben offen: über Evita steht noch der Himmel, er ist als einziger mächtiger als sie und trotzdem bleibt auch er Kulisse in dieser Inszenierung eines Bades für Evita. Ein dramatischer Himmel.

Die eigentliche Badeinrichtung wird von uns nur schemenhaft angedeutet. Das Bad ist mit antiken Möbeln passend zur Zeit eher spärlich eingerichtet. Sie sind eher Requisiten einer Bühne als funktionale Inneneinrichtung.

Ein besonderes Element sind die Bodenfliesen. Sie zeigen das Konterfei Evitas, zusammengesetzt aus einem Text aus dem Musical Evita. Die Grafik ist programmiert, Text und Motiv sind prinzipiell austauschbar. "Oh, what a circus. Oh, what a show." beginnt der Text und er endet mit der entscheidenden Frage: "But who is Santa Evita?"